Dienstag, 30. Januar 2018

Afmæli oder Island in Berlin

Lettlopi Nr.1401,


...so heißt das Model, das ich als letztes, fertig gestrickt habe. Eine Kollegin, vielleicht auch Freundin, war letztes Jahr in Island. Ob sie mir Wolle mitbringen würde, habe ich sie gefragt. Sie war zwar noch nie in einem Wollladen, aber warum mal nicht. Die Verkäuferin war sehr freundlich, sie hatte nicht alle Farben vorrätig. Machte aber nichts, sie stellte ähnliche zusammen, die an die Originale fast heran kamen. 


Als ich die Wolle dann in den Händen hielt, war ich erst einmal etwas erschrocken. Uhh, die kratzt aber doch ganz schön.  Ich wusste, das die echte Wolle nicht weich ist, so hatte ich es mir aber nicht vorgestellt. Vielleicht ließ ich sie deshalb so lange liegen. Während des strickens, stellte ich aber fest, das sie immer weicher wurde.


Mit 4,5 Nadeln, war das Teil schnell fertig. Nicht mal 14 Tage habe ich gebraucht. Der Pullover wird von unten nach oben gestrickt. Erst unter den Armen, werden alle Einzelteile auf eine Nadel genommen und zusammengestrickt. In dem Muster ergeben sich dann die Abnahmen. Erstaunlich war die Wärme, die sich unter dem Strickstück ausbreitete. Ich glaube, solche Pullover kann man wirklich nur im Winter stricken. Da wird einem richtig warm. Die komplette, mitgebrachte Wolle habe ich nicht aufgebraucht. Ich habe noch genug übrig, um noch einen Pulli zu stricken. Das Monstermädchen hat sich schon angemeldet.


Magda, hat mich zum See begleitet und ein paar Fotos von mir gemacht, während ich ein Telefonat führen musste. Ich war später ganz erstaunt, als sie zu mir sagte, die Bilder seien schon fertig. Ich fand das Wetter nicht gerade schön. Es war neblig und es nieselte auch ein bisschen. Die Wege waren so schlammig, das es keinen Spaß machte, spazieren zu gehen. Aber am See war es traumhaft.


Wir sind allerdings nicht lange geblieben. Das Wetter war einfach zu ungemütlich. Ich trage den Afmæli aber wirklich gerne. Mit einem weitern Pullover darunter, ist es kuschelig warm und selbst leichter Wind, lässt mich nicht auskühlen. 


Da der Pullover im Rund gestrickt wird und es keine verkürzten Reihen oder ähnliches gibt, weiß man am Ende gar nicht, wo Vorne oder Hinten ist. Ist auch egal, da sich das Muster um den Hals legt und von allen Seiten einfach gut aussieht.


Das Kratzige verschwindet tatsächlich immer mehr. Nach dem Stricken, habe ich den Pulli gewaschen. Die Fasern verdichten sich dann noch mehr. Spannend ist auch, dass er sehr schnell trocknet und später sogar leichten Regen abweist. 
Inzwischen weiß ich, dass es in Berlin die Lettlopi-Wolle zu kaufen gibt und sie ist nicht teurer, als in Island. Aber ich kann behaupten, ich habe einen wahren Isländer an. Übrigens Isländer- und Norwegermuster, sind unterschiedlich. Das wusste ich auch noch nicht. Mir gefallen die Isländer tatsächlich besser.


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Donnerstag, 29. Juni 2017

Der Pullover, der eigentlich eine Jacke sein sollte

Aus der Classici 10, Model 03

Wir hatten den Plan, gemeinsam ein Model zu stricken. Wir, das sind Marion, Betty, Chrissi, Claudia (ohne Blog) und ich. Eine Jacke wollten die Mädels stricken. Ich war allerdings mal wieder der Meinung, dass ich genügend Jacken habe. (Habe ich eigentlich nie!) Also machte ich wie die Anderern, nur anders. Und was dabei herausgekommen ist, das siehst du hier:

Ein Pullover zum verlieben

Kaufst du Wolle über das Internet?

Gestrickt aus einer Wolle, die ich über das Internet bekommen habe. Mache ich üblicherweise nicht. Ich kaufe meine Wolle, wenn ich sie auch in den Händen halten kann. Aber Magda, hat mich überredet und ich bin ihr nun gar nicht böse, denn die Flora von Drops verstrickt sich wirklich toll. Mit einer Lauflänge von 210 Meter auf 50 Gramm, ein Fliegengewicht. 65% Wolle und 35% Alpaka steckt in den Fäden. 

Krampfhaft versuche ich mich an dem Baum fest zu halten...

Raglan oder nicht?

Angenadelt mit 4 mm Nadeln und weiter mit 3,5. Und weil ich nähfaul bin, habe ich Vorder- und Rückenteil und Ärmel zwar als Einzelteile gestartet, aber dann zusammen auf die Nadel genommen, wo alle Teile zusammentreffen, unter den Achseln. Danach habe ich die Raglanschrägung gestrickt. Erst jede Zweite Reihe an den Nähten jeweils eine Masche abgenommen und später jede Reihe. Es war ein wenig knifflig. Geribbelt habe ich bestimmt 4x.

Geklappt, geht auch freihändig

Der Kragen ist nicht ganz so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Doch bin ich ganz zufrieden, mit meiner Kreation. Und der Pullover trägt sich einfach toll. Wiegt ja auch nur 250 Gramm. 5 Knäuel habe ich verstrickt. Das Muster ist auch so schlicht und simpel zu stricken. Der Vorteil, ich kann dabei lesen und kann gleichzeitig in ferne Welten abtauchen. So kommt mein Lesezimmer nicht zu kurz. 

Altersgerecht ist das nicht 😂

Ob ich eine neue Kariere als Model beginnen sollte?

Dazu müsste ich allerdings lernen, gerade zu stehen und zu sitzen. Bisher habe ich meine Pullis und Jacken auch nicht gerne an mir selber gezeigt. Eigentlich doof. Magda hat so nette Bilder von mir gemacht, dass ich sie vielleicht als meine Haus- und Hof-Fotografin anstellen sollte. Sie kann das wirklich gut. Danke noch mal, das war ein netter Nachmittag mit dir.

Hier etwas verbissen


Jetzt verlinke ich noch mit 
auf den Nadeln im Juni (obwohl der Pullover schon im März fertig war 😃)

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Dienstag, 30. August 2016

Alpaka RvO [Gestricktes 2016]

Letztes Jahr habe ich mir Fair Alpaka Wolle vom Leipziger Wollfest mitgebracht. Irgendwann einmal wollte ich mir daraus einen schönen Pullover machen. Jedesmal, wenn ich meine Wollvorratskiste geöffnet habe, strahlte mich die Wolle an. Das Rot ist so herrlich. Dunkelrot, passt zu so vielen Kleidungsstücken, die ich besitze. Aber ich habe keine schöne Anleitung gefunden, die mir zusagte.


Da gibt es doch diesen schönen RvO-Rechner (Raglan von Oben stricken), hat mir Betty gesagt. War auch nicht schwer zu finden. Strickeria gegoogelt und Maschenprobe gestrickt. Maschenproben, sind üblicherweise nicht mein Ding. Aber inzwischen habe ich schon so einige gestrickt und habe mich überzeugen lassen. Ist auch unerlässlich, bei der Berechnung für die Anleitung.


Außerdem wollte ich einen weiten Ausschnitt am Hals haben. Das war dann schon etwas schwieriger. Ich habe langsamer am Hals zugenommen und immer wieder "anprobiert" Leider habe ich mir die Zunahmen nicht aufgeschrieben. Da es aber nicht das letzte Mal war, dass ich mir einen solchen Pulli gestrickt habe, werde ich die Zunahmen beim nächsten aufschreiben. Versprochen!


Am Ärmel habe ich einen I-Cordrand gemacht und mit Grau noch einmal alle Maschen aufgenommen. Bis zur richtigen Länge der Ärmel gestrickt und noch einmal einen I-Cord gestrickt. Auch das Halsrund, wurde mit einem I-Cord versehen. 


Gestrickt habe ich mit meinen Lieblingsnaden von Knitpro aus Holz, mit der Nadelstärke 3 1/2. Der ganze Pulli hat nur 600 gr. Also ein Leichtgewicht. So habe ich noch ein paar Knäule übrig, um mir ein schönes Tuch aus der leichten Alpakawolle zu stricken.


Die Raglanschrägung habe ich übrigens mit einem Zopfmuster versehen, das sich unter den Armen fortsetzt. Ich freue mich schon darauf diesen Pullover tragen zu können, wenn es wieder kälter wird.

Verlinkt mit -Creadienstag-  & -Maschenfein- & -Häkeline-

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