Sonntag, 1. April 2018

Frohe Ostern 2018

Osterhasen


Habe ich dir schon einmal erzählt, dass ich Hasen ganz besonders mag? Ja, doch, ich mag sie sehr. Vielleicht, weil der Monsterjunge einen Kuschelhasen hatte, der so geliebt wurde, dass an vielen Stellen sein Fell schon nicht mehr vorhanden war. 
Magda zeigte mir Anfang des Monats eine Hasenanleitung, der ich nicht widerstehen konnte. Ich musste den Hoppler stricken. Die passende Wolle haben wir in einem Wollladen in Alt Treptow gefunden. Allerdings wollte ich mal etwas von meiner gut abgelagerten Angora- Wolle loswerden. Dafür eignete sich der Bauch des Hasen. Die Anleitung schreibt einen doppelten Faden mit der Drops Flora und Drops Alpaka vor. Natürlich musste ich wieder etwas Anders machen. (eben den Angorafaden)


Kurz nachdem ich den großen Hasen fertig hatte, erschien die Anleitung für den Bunny. Dass ich da noch weniger widerstehen konnte, kannst du dir sicherlich vorstellen. Schaut der nicht niedlich aus seinen großen Augen? Die Anleitung ist wie bei dem großen Hasen etwas kniffelig, aber mit etwas Hilfe und Übersetzungsgeschick, (die Anleitung ist auf englisch!) klapperten die Nadeln lustig vor sich hin. Die Hasen werden fast in einem Stück gestrickt. Ungefüllt, sehen sie fast wie abgezogene Hasenbalge aus. Aber wenn sie erst einmal mit Bastelwatte ausgestopft sind, laden sie gleich zum Knuddeln ein.


Ich denke, durch die Angorawolle hat mein großer Hase einen ziemlich dicken Hals bekommen. (Vielleicht ist er allergisch auf Angorahasen! Hihihi) Vielleicht macht er deshalb auch so ein Gesicht... Die Anleitung war für Nadelstärke 3,25 geschrieben. Ich habe eine 3,5 für den Großen und 3,0 für den Kleinen benutzt. Die Flora in Beige reichte für beide Hasen und mein angefangenes Angoraknäuel ist auch alle. (wie viele Meter da noch drauf waren, könnte ich nur schätzen)


Den Bunny habe ich mit einem Sockengarn und der beigen Flora gestrickt. Auch das Sockengarn war ein Rest, so dass ich nicht sagen kann, wie viel da verstrickt wurde. 


Passend vor Ostern sind die Hoppler fertig geworden. Mit einfacher Bastelwatte gefüllt und mit Matratzenstich verschlossen, machen die Beiden eine gute Figur. Vielleicht stricke ich glatt noch mal welche. Dann werde ich die Augen besser aus Wolle machen, denn als Kuschelhasen sollten sie nichts an sich haben, was ein Kleinkind verschlucken könnte. 


Ich such jetzt noch mein Osternest und gucke mal, ob es noch irgendwelche neuen Strickereien bei Maschenfein und bei Funny gibt. 

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Dienstag, 30. Januar 2018

Afmæli oder Island in Berlin

Lettlopi Nr.1401,


...so heißt das Model, das ich als letztes, fertig gestrickt habe. Eine Kollegin, vielleicht auch Freundin, war letztes Jahr in Island. Ob sie mir Wolle mitbringen würde, habe ich sie gefragt. Sie war zwar noch nie in einem Wollladen, aber warum mal nicht. Die Verkäuferin war sehr freundlich, sie hatte nicht alle Farben vorrätig. Machte aber nichts, sie stellte ähnliche zusammen, die an die Originale fast heran kamen. 


Als ich die Wolle dann in den Händen hielt, war ich erst einmal etwas erschrocken. Uhh, die kratzt aber doch ganz schön.  Ich wusste, das die echte Wolle nicht weich ist, so hatte ich es mir aber nicht vorgestellt. Vielleicht ließ ich sie deshalb so lange liegen. Während des strickens, stellte ich aber fest, das sie immer weicher wurde.


Mit 4,5 Nadeln, war das Teil schnell fertig. Nicht mal 14 Tage habe ich gebraucht. Der Pullover wird von unten nach oben gestrickt. Erst unter den Armen, werden alle Einzelteile auf eine Nadel genommen und zusammengestrickt. In dem Muster ergeben sich dann die Abnahmen. Erstaunlich war die Wärme, die sich unter dem Strickstück ausbreitete. Ich glaube, solche Pullover kann man wirklich nur im Winter stricken. Da wird einem richtig warm. Die komplette, mitgebrachte Wolle habe ich nicht aufgebraucht. Ich habe noch genug übrig, um noch einen Pulli zu stricken. Das Monstermädchen hat sich schon angemeldet.


Magda, hat mich zum See begleitet und ein paar Fotos von mir gemacht, während ich ein Telefonat führen musste. Ich war später ganz erstaunt, als sie zu mir sagte, die Bilder seien schon fertig. Ich fand das Wetter nicht gerade schön. Es war neblig und es nieselte auch ein bisschen. Die Wege waren so schlammig, das es keinen Spaß machte, spazieren zu gehen. Aber am See war es traumhaft.


Wir sind allerdings nicht lange geblieben. Das Wetter war einfach zu ungemütlich. Ich trage den Afmæli aber wirklich gerne. Mit einem weitern Pullover darunter, ist es kuschelig warm und selbst leichter Wind, lässt mich nicht auskühlen. 


Da der Pullover im Rund gestrickt wird und es keine verkürzten Reihen oder ähnliches gibt, weiß man am Ende gar nicht, wo Vorne oder Hinten ist. Ist auch egal, da sich das Muster um den Hals legt und von allen Seiten einfach gut aussieht.


Das Kratzige verschwindet tatsächlich immer mehr. Nach dem Stricken, habe ich den Pulli gewaschen. Die Fasern verdichten sich dann noch mehr. Spannend ist auch, dass er sehr schnell trocknet und später sogar leichten Regen abweist. 
Inzwischen weiß ich, dass es in Berlin die Lettlopi-Wolle zu kaufen gibt und sie ist nicht teurer, als in Island. Aber ich kann behaupten, ich habe einen wahren Isländer an. Übrigens Isländer- und Norwegermuster, sind unterschiedlich. Das wusste ich auch noch nicht. Mir gefallen die Isländer tatsächlich besser.


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Dienstag, 23. Januar 2018

Männerschal

Wie sieht der perfekte Männerschal aus?


Der Monsterjunge hatte mich vor Weihnachten vor dieses Aufgabe gestellt. "Mamaaahhh (weißt du, wie sich dieses Mama anhört?) Warum habe ich noch keinen Schal oder so von dir bekommen? Kannst du mir nicht auch mal einen stricken? Einen Blaugrauen, nicht zu breit und doch breit genug, mit Zöpfen aber kein Mädchenschal..." Es kamen noch mehr Kriterien, allerdings hörte ich schon nicht mehr wirklich hin. Das hätte den Rahmen gesprengt.


Ich habe versucht ein schönes Muster zu finden. Bei Pinterest, wurde ich tatsächlich fündig. Allerdings ohne Anleitung. Aber was ist daran schon so schwer, dass frau das nicht alleine auf die Reihe bekommt. Schwerer war das Ding mit der Wolle. Sie muss waschbar sein, nicht zu teuer, denn wenn der verloren geht, wäre ich traurig richtig sauer. Bei Herrn U habe ich ein hübsches Garn gefunden. Es war eine Mischung aus Baby- und Taubenblau. Aber als ich mein Muster an der Wolle ausprobiert habe, war ich nicht glücklich. Ein zweites Garn aus dem Hause U, war zu dünn und anfällig (so ein Männerschal, muss schon einiges aushalten! Daraus werde ich mir ein schönes Tuch stricken) Zum Glück hat Berlin ja nicht nur einen Wollladen. In meinem nächsten Lieblingsladen Die Wollnerin in Schöneberg, stieß ich auf ein handgefärbtes Merinosockengarn. Das ist weich, anschmiegsam, waschbar, hat die perfekte Farbe, ist robust...


Jetzt hatte ich doch tatsächlich noch ein paar Tage bis Weihnachten Zeit. Das Muster ist einfach übersetzt:
  • 1 Rm, *2re,2li,2re,2li,6re,2li (ab*stehts wiederholen)1Rm
  • die Rückmaschen stricken wie sie erscheinen 
  • in jeder 8. und 12. Reihe die 6 rechten Maschen kreuzen. (Wer will kann das versetzt machen, dann wird das Muster etwas lockerer)
Das stickt man dann so lange, wie der Schal werden soll. Am Ende noch einmal 8 Reihen in der RechtsLinkskombination, abketten fertig.
Einen Schal stricken, ist kein Hexenwerk und kann auch schon ein Anfänger. Der Monsterjunge war sehr glücklich mit seinem Geschenk. Die Hoffnung, dass er ihn nicht verliert, gebe ich erst einmal noch nicht auf.


Die Eckdaten: Gestrickt mit einem 4 fädigen Merinosockengarn, Nadelstärke 4. Verbraucht habe ich 170 Gramm. Der Schal ist 2 Meter lang und 30 cm breit (was mache ich jetzt bloß aus den restlichen 30 Gramm?)


Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und verlinke mit

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