Freitag, 23. März 2018

Österliche Tulpen

Ostern, kommt

Ganz bestimmt. Meine Hasensammlung habe ich jedenfalls schon einmal aus den Kisten gekramt. Und weil "nur" Hasen einfach langweilig sind, habe ich mir ein paar Zweige und französische Tulpen gekauft.


Die Zweige stammen von einem Kirschbaum und ich hoffe, das sie wirklich blühen. Ich hatte schon oft Zweige, die dann aber nicht geblüht haben. 


Findest du auch die französischen Tulpen so schön? Ich mag sie sehr. Gestern bin ich an einem Blumenladen vorbei gekommen, der hatte so herrliche Papageientulpen, fast hätte ich mir einen Strauß mitgenommen. Hätte! Ich hoffe, die bekomme ich auch noch nächste Woche. (Ja, ja, was man hat, das reicht einem nicht. Manchmal komme ich mir vor, wie des Fischers Fru, die mit nichts zufrieden war und am Ende wieder in ihrer ollen Holzkate leben musste!)



Ich bin sonst kein Orange-Fan. Trotzdem finde ich diese Tulpen einfach nur schön. Ihre Farbe ruft hoffentlich endlich den Frühling. Die Vase, in der meine Blumen stehen, habe ich auf der Straße gefunden. Sie stand dort, zum mitnehmen. Für solche Zweige, eignet sie sich hervorragend.


Die Zweige, habe ich mit meinen gefalteten Kranichen behangen. Auf Ostereier habe ich (noch) keine Lust. Im Moment jedenfalls noch nicht. Da müssen die Hasen ausreichen, um Ostern herbei zu rufen.


Hast du schon österlich geschmückt? Bestimmt. Ich bin ja immer eine der Letzten, der es auffällt, dass es schon so weit ist. Mal sehen, wer noch Ostern in der Vase stehen hat. Bei Holunderblütchen versammeln sich alle, die heute Blumen zeigen wollen. 

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Freitag, 9. Februar 2018

Lachsfarbene Rosen

Mit Liebe geschenkt...

Der Kerl hatte es sich schön ausgedacht: Als ich von meinem Mädelstreffen zurück kam, lagen diese Rosen auf dem Esstisch. Dekorativ, mitten auf meinem Platz.
Fast wären sie vertrocknet, wenn ich länger weggeblieben wäre.


Sie haben es aber doch geschafft, weil ich sie ordentlich angeschnitten und sie in eine Glasvase gestellt habe. Ein wenig hängen die grünen Blätter.


Aber die Blüten sind wunderschön. Schade, dass sie nicht duften. Aber das haben ja viele Rosen. Ihre Färbung ist traumhaft. Siehst du die feinen Äderchen in den Blütenblättern? 


Auf meinem Sideboard stehen sie vor meinen Büchern und erfreuen hoffentlich noch lang.


Mehr Freitagsblümchen bei

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Freitag, 5. Januar 2018

Freitagsblumen

1.18

Im Neuen Jahr will ich wieder regelmäßiger, bei den Freitagsblumen von Holunderblütchen mitmachen. Woche für Woche zeigt Helga ihre Blumen, die sie wirklich toll fotografiert. 


Mein erster Strauß dieses Jahr, besteht aus einer Rose, einer weißen Amaryllis und ein bisschen Grünzeug. Der Kerl brachte ihn mit nach Hause. Aber nicht nur für mich, sondern auch noch zwei weitere Sträuße, für die Gastgeberin und Gästin, die wir besuchten.


Er mag es, die Frauen zu überraschen. So ging er zu seiner bevorzugten Blumenhändlerin und ließ sich drei gleiche Sträuße binden. 


Der Kerl kam mit strahlenden Augen nach Hause und erzählte mir, dass die Blumenfrau unendlich viele lustige Geschichten aus der Stadt erzählen könnte. Vielleicht sollte ich mich einmal mit ihr hinsetzen und alles aufschreiben...




Jetzt schaue ich mal nach den wunderschönen Blumen, die bei Helga verlinkt sind. Vielleicht sehen wir uns morgen, zum Samstagsplausch wieder. Und vielleicht hast du dann auch Blumen auf deinem Tisch stehen. 


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Freitag, 15. September 2017

Hortensien

Hortensien und Prärienzian


Auf meinem Esstisch findest du heute einen Strauß, den ich von Magda geschenkt bekommen habe. Warum auch immer sie mir immer wieder einen Strauß mitbringt, so finde ich es doch sehr lieb von ihr. Dieses mal, ist es eine riesigen Hortensie, die von Prärienzian umrahmt ist. Wie die grünen Puschel heißen, entzieht sich einfach mal meiner Kenntnis. Aber ich bin sicher, hier gibt es Einige, die mir das sagen können.



So groß werden die Blüten in Mamas Garten nicht. Die sind auch schon ganz üppig, dort draußen. Aber diese Blüte ist Kindskopf groß. (Eine doofe Umschreibung, oder?) 

Stadtgeschichten

Als ich letztens mit dem Rad nach Hause fuhr, sah ich ein Schild "Zu verschenken". Da stand ein Fahrrad und eine kleine Holzbank in Form einer Katze. Eine kleine Kiste mit Playmobil Figuren und eine Vase, neben noch ein paar Kleinigkeiten. Ich fuhr daran vorbei, und als ich schon fast die ganze Straße hinunter geradelt war, dachte ich noch, die Vase hättest du aber mitnehmen können. Da bin ich wieder umgedreht. 


Irgendwie kommt man sich ja schon komisch vor, wenn man Sachen von der Straße aufsammelt. Ein älterer Herr schaute mir dabei zu, wie ich mich über die "Fundstücke" beugte und die Vase genau beäugte. Hätte ja ein Sprung in der Schüssel, ähh Vase, sein können. Ich guckte zu ihm hinüber, weil ich mich beobachtet fühlte. Er stand da und schmunzelte so vor sich hin. Na, vielleicht sah ich ja doch etwas bedürftig aus. Immerhin, kam ich gerade aus dem Garten und war etwas derangiert. Ich grinste zu ihm hinüber und legte die Vase zu meinen anderen Sachen in den Korb. Im Korb vor sich hinklappernd, fuhr ich dann nach Hause. 


Sammelst du auch manchmal Dinge von der Straße auf? Mir geht es übrigens öfter so, dass ich Dinge finde. Einmal, als ich ebenfalls mit dem Rad unterwegs war, fand ich auf der Straße, schon mehrfach von einem Auto überrollt, ein kleines Stofftier. Es litt sehr, auf der vielbefahrenen Straße. Ich musste es einfach aufheben, und legte es in meinen Korb. Nahm es mit nach Hause und badete das Tierchen, indem ich es in die Waschmaschine beförderte. Heraus kam ein kleiner Bär, der sich bei mir immer noch sehr wohl fühlt. Ich fuhr noch öfter durch die Straße und schaute immer wieder, ob ich irgendwo ein "Vermisst-Zettel" finden würde. Aber nie wurde nach der armen Stofftierseele gesucht.


Auf diese Art fällt mir so Manches in die Hand. Nicht alles, möchte ich für mich behalten, Einiges habe ich schon an Andere weitergegeben, die sich auch sehr gefreut haben. Meine Monster haben zwar immer geguckt, warum Mama sich mal wieder bückt, um etwas aufzuheben, aber sie fanden es nie unangenehm. Jetzt, wo sie erwachsen sind, da gehen sie lieber ein Stück voraus oder hintenan. Muss ja nicht sein, dass man mit einer Sachenfinderin gesehen wird. Manchmal, findet aber auch das Monstermädchen Dinge und freut sich dann. Um noch mehr Findesachen, geht es hier. 


Ich guck jetzt mal bei Helga, auf ihrem Blog Holunderblütchen, vorbei. Dort gibt sie uns jeden Freitag eine Plattform, um unsere Blumen zu verlinken. So viele schöne Blümchen sind dort zu finden.

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Freitag, 25. August 2017

Freitagsblumen und Stadtgeschichten

Kennst du Montbretien?

Das ist ein Schwertlilien Gewächs. Eine Pflanze, die so voller Wärme zu seien scheint. Aber schau doch einfach mal selber. Ich hatte das Gefühl, als ich sie auf dem Markt gesehen habe, dass sie von sich aus strahlen würde. Ich habe mir einen Bund einpacken lassen und habe sie, wie sie sind in die Vase gestellt. Ohne jeden Schnickschnack.


Und weil es gerade so gepasst hat, stehen sie mitten im Sonnenschein auf dem Balkon. Ganz viele Knospen sind noch geschlossen. Ob man die wohl wie Gladiolen besser abbrechen sollte? Ich lass sie mal so stehen und warte ab. 



Stadtgeschichten

Ich war mal wieder in einem Supermarkt. Dabei wollte ich doch viel öfter auf dem Markt einkaufen gehen. Gegenüber an der Kasse, die nicht besetzt ist, stehen drei Männer. Völlig aufgedrehte Mitvierziger. Sie gackern wie die Schulbuben und haben sichtlich Freude. Sie sehen sich einen Schokoriegel nach dem anderen an und tuscheln immer wieder. Eine Verkäuferin läuft an den Dreien vorbei und wird von dem Lautesten angesprochen, so dass es auch auf jeden Fall der ganze Laden mitbekommt. "Jibbt ditt hier auch Vegane Schokolade? Jibbt ditt, ditt überhaupt?" Die Verkäuferin nimmt es gelassen, schließlich sind wir in einem Biosupermarkt. "Natürlich gibt es Vegane Schokolade! Wenn sie mir wohl folgen würden..."


Ich habe meinen Einkauf auf dem Fließband abgelegt. Ich habe nun Zeit, denn vor mir stehen noch zwei Leute und hinter mir steht eine ältere Dame. Ich zücke mein Handy und gucke mal, ob ich irgendwie wichtig war und eine Nachricht bekommen habe. Aus den Augenwinkeln bekomme ich mit, dass die ältere Frau hinter mir anfängt, meinen Einkauf nach vorne zu schieben und den obligatorischen Trenner zwischen unsere Waren schiebt. Weil ihr der Platz scheinbar nicht reicht, schiebt sie meinen Wagen etwas nach vorne. Ich passe nur auf, dass der Wagen nicht in die Hacken der Frau vor mir geschoben wird.


Ich gucke weiter auf mein Handy und die Frau wird unruhig. Es geht ihr wohl nicht schnell genug. Sie schiebt wieder meine Sachen, sowie den Einkaufswagen ein Stück weiter. Jetzt wird es mir aber zu bunt. Der Wagen trift fast die Frau vor mir. Nachher bekomme ich noch den Ärger. "Würden sie es bitte unterlassen, meinen Wagen nach vorne zu schieben!" "Wenn sie nicht so doof dastehen würden, dann hätten hier noch viel mehr Leute Platz. Dann würde das alles zügiger gehen!", blafft sie mich an. "Ähm, das liegt nicht an der Sortierung auf dem Band, sondern an der Geschwindigkeit des Kassierers." "Wenn sie ihren Wagen da hinstellen würden, dann könnten die Leute hinter mir auch schon ihre Waren aufs Band legen." "Haben sie es irgendwie eilig? Möchten sie lieber vor mich? Ich habe Zeit". "Und wenn sie keine haben, dann frage ich mich, warum sie dann in einem Bioladen einkaufen, hier laufen die Uhren anders!" "Jetzt werden sie mal nicht albern. Für mich ist dieses Thema jetzt beendet!" Sprach sie, zog eine Schnute und starrte in eine andere Richtung.


Mich ärgerte das immer noch und ich konnte nicht anders als noch einmal nachzupieken, als ich am Bezahlen war. Ich habe mit EC Karte bezahlt und als ich meinen Pin eingegeben habe, drehte ich mich noch einmal um, und fragte die alte Dame, ob ich ihr nun schnell genug gewesen sei. "Jetzt hört es sich aber auf! Ich dachte das Thema wäre beendet und nun fangen sie schon wieder damit an!!", echauffierte sich die Frau. "Das gibt es doch gar nicht..." Ich packte meine Sachen zusammen und ging grinsend aus dem Laden.  



Kennst du auch so ungeduldige Herrschaften? Sind die auch immer so ungehalten in deinem Supermarkt?

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Freitag, 4. August 2017

Sonnenblume in Rot

Freitagsblumen, schon wieder eine Sonnenblume 


Nachdem meine Sonnenblumen schwer die Köpfe hängen ließen, habe ich der am traurigsten aussehenden Blume den Kopf abgeschnitten und in meine rote Schale gelegt. 


Mit ihren gelben Blättern leuchtet sie besonders schön auf Rot. Die Schale habe ich schon ziemlich lange und habe sie bestimmt auch schon einmal auf meinem Blog gezeigt. Damals, als ich noch zum Yoga ging, da hatte unsere Trainerin eine solche Schale, die immer mit Blumen der Saison gefüllt war. Das hat mich damals dazu gebracht, eben eine solche Schale zu suchen und zu kaufen. 


Stadtgeschichten 

Meine heutige Geschichte fällt etwas spärliche aus als sonst:
Ich war vorgestern bei unserem Discounter. Ich brauchte einige Zutaten, um einen Käsekuchen zu backen. Bis auf die Eier hatte ich schon alles zusammen. Ich nehme mir also einen der Eierkartons aus dem Regal und prüfe, ob alle Insassen auch intakt sind. Ich merke gerade noch, wie sich jemand hinter mich stellt. Als ich mich umdrehen, steht ein Mann im besten Alter da und wartet. "Wollten sie auch an die Eier? Sie hätten doch etwas sagen können..." 
Der Mann grinst nett und sagt mir, er hätte doch Zeit, so gar keine Eile. 


Ich suche mir den nächsten Karton aus, ziehe aber meinen Einkaufswagen etwas beiseite, damit er auch an die Ware kommt. Freundlich nickend, greift er auch in die Kartons und sagt: "Och, ich würde schon auch gerne mit ihnen reden..." 
"Klar" sage ich, "aber bestimmt nicht über Eier!" In Ruhe habe ich mir meinen zweiten Karton ausgesucht, der Mann kicherte noch kurz und verschwand dann etwas verwirrt in den Regalen. Ich habe ihn nicht mehr gesehen... 


Hast du auch immer wieder solche lustigen Begegnungen? 


Mehr Freitagsblumen gibt es heute wieder bei Helgas Holunderblütchen

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Freitag, 28. Juli 2017

Wenn schon nicht die Sonne scheint...

... dann hole ich sie mir wenigstens nach Hause. 


Sonnenblumen auf meiner Terrasse 

Gestern stellte ich entsetzt fest, dass schon wieder die Freitagsblumen dran sind. Und wenn schon wieder Freitag ist, dann steht auch schon wieder der Samstagsplausch an. Wo bleibt nur diese Zeit? In Berlin hat es die letzten Tage wieder sehr viel geregnet. Nicht so viel,wie in anderen Landesteilen, aber genug, um das ich mir ein paar Sonnenstrahlen auf den Tisch gestellt habe. Im wahrsten Sinne des Wortes. In unserem Supermarkt stehen sie dicht an dicht in einem Kühlschrank. Sie sind nicht mal teuer. Gibt es derzeit so viele? 


Ich habe sie uns auf der Terrasse, im Trockenen, auf den Tisch gestellt. Eine rote Tischdecke gibt dem ganzen einen hübschen Kontrast. Die große Draußenkerze steht schon bereit, wenn der Kerl heute Abend nach Hause kommt, damit wir es uns auf der Terrasse gemütlich machen. In der Wohnung sind wir noch lange genug. Mein Buch, das ich gerade verschlinge, liegt auch schon bereit. Solange der Kerl noch nicht da ist, kann ich noch ein paar Seiten lesen. Und das werden einige sein, denn er kommt erst am Abend... 


Stadtgeschichten

Diese Woche nehme ich dich mit in einen Wollladen. Es gibt eine Menge schöner Wollläden in Berlin. Einige besuche ich öfter und manche kenne ich tatsächlich noch nicht. Eigentlich sollte Magda mich begleiten, aber sie musste auf einen Techniker warten. Und das kann dauern. Ich war bei dem sch... Wetter mit dem Auto unterwegs und fuhr ein paar Schleichwege, die Stadt ist im Moment so dermaßen voll, weil ein Teilstück der Stadtautobahn repariert wird. Ein wichtiger Teil! 


Jedenfalls fuhr ich völlig "zufällig" an dem Laden vorbei und fand sogar auf Anhieb einen Parkplatz direkt vor der Tür! Wow, dachte ich, das muss Schicksal sein. Ich also in den Laden gestolpert und war erstmal völlig von den Socken. Meine Herren, hingen da Schätzchen! Die Ladeninhaberin war auch sofort zur Stelle. Sehr aufgeschlossen, fing sie an zu schnattern. Ehrlich gesagt, weiß ich wirklich nicht mehr worüber wir Anfangs geredet haben. Dann fragte ich sie, in welchen Läden sie schon gearbeitet hätte, nachdem wir feststellten, dass sie Westberlinerin sei und schon in so manch einem Wollladen ausgeholfen habe. Sie zählte all die Läden auf, in den ich schon als Teenagerin meine Wollen gekauft hatte. Oh, da kamen Erinnerungen hoch. Sie redete und redete und ich sah mir all die Wollen an, die dort in den Regalen liegen und als Stränge hübsch dekoriert hingen.


Teilweise kamen mir die Firmen bekannt vor. Ich fand sogar Wolle von AnnyBlatt, einer Wollfärberei aus Südfrankreich, die schon immer extravagant war und fast nirgendwo mehr in unserer Stadt zu finden ist. Die Ladeninhaberin redete und redete. Jedesmal, wenn ich etwas in die Hand nahm, wusste sie etwas dazu zu erzählen. Sie hatte sich oft in Wolle auszahlen lassen und hat so viele Stücke, die man heute bestimmt nicht mehr bekommen wird. Ein gemütliches großes Altbaugeschäft, fand ich. Das sagte ich ihr auch. Prompt erzählte sie mir ihren Ärger mit dem Verwalter... 


An einem Ständer hingen mehrere Stränge Maulbeerseide mit Merinowolle, ein Traum. Und genau drei Stränge in meiner Farbe. Wenn ich doch nur nicht auf Wolldiät wäre. Ich musste mich wirklich zusammenreißen. Aber die werde ich mir noch holen, wenn sie demnächst noch da sind. Kaum sieht die Wollfrau, auf welche Wolle ich zuhalte, erzählt sie mir auch schon etwas über die Maulbeerseide, und dass man sie kaum noch bekommt und was das für ein wunderschönes Garn ist, und ob ich wüsste, wie und wo und überhaupt... 


Ich konnte den Laden nur unter großen Mühen verlassen und musste draußen überprüfen, ob meine Ohren noch dran waren. Ich werde wieder hingehen, aber ich muss mich dann wappnen. Jemanden mitnehmen, der mindestens genauso viel quasseln kann wie diese Frau! Vielleicht möchtest du es mit der Meisterin des Quasselns aufnehmen? Aber die Maulbeerseide, muss ich mir besorgen... 

Mehr Freitagsblumen gibt es bei 

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Freitag, 21. Juli 2017

Ein Sträußchen aus Papas Garten

Ist das wohl ein Sonnenhut?


Dieses Mal, steht ein Sträußchen aus Vater's Garten auf meinem Tischchen am Sofa. Wild zusammengestellt, von allem, was gerade blüht und entbehrlich ist. Der Vater weiß wieder einmal nichts davon. Mit Argusaugen guckt er mir stets hinterher, wenn ich mit der Schere durch den Garten stapfte.
Viel ist es gerade nicht, was blüht. Die Eltern haben ganze Arbeit geleistet, beim Entwurzeln und Beschneiden. Es wächst einiges, aber für die Vase reicht es nicht. In den Nachbargärten findet man so vieles, was das Auge erfreut.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es ein Sonnenhut ist, der in meiner Vase für Sommerstimmung sorgt. Das der Rest Lavendel ist,  weiß ich genau. Ich rieche Lavendel sehr gerne. Vielleicht, weil er mich an meine Großmutter erinnert.


Stadtgeschichten

Die Hitze wabert über die Stadt. Nicht jedem gefällt das. Ich mag es eigentlich sehr. Nur wenn es so drückend wird, dann verkrümel ich mich auch gerne mal in den nächsten Supermarkt. Bei einem großen Einkaufsladen gibt es einen Gin, der mir besonders gut schmeckt. Die Hauseigene Marke, die angenehm mild schmeckt. Ich trinke ihn dann gerne mit einer Limo aus wilden Beeren. Um an den Gin zu kommen, muss man tatsächlich eine Klingel betätigen. Dann kommt kurz darauf die Ansage über den Supermarktlautsprecher: "Frau Willhelm (natürlich heißt die jedesmal anders oder es wird ein Typ ausgerufen) bitte an den Spirituosenschrank!" Na toll, da steht schon wieder so eine Schnapsdrossel an dem Suffschrank und verlangt nach mehr. Ich steh da mal ganz krass drüber. Nach einigen Minuten taucht dann Frau Willhelm auf und schließt den Schrank auf. Bis heute habe ich noch nicht verstanden, nach welchem Prinzip die Alkoholika dort weggeschlossen werden, denn die teuren Champagnerflaschen stehen direkt neben dem Schrank ohne Kette um den Hals. Jedenfalls gucken die dann immer sehr komisch und man fühlt sich fast schuldig, dass man schon wieder eine Schnapsflasche gekauft hat. 


An der Kasse dann, kann ich mich nicht entscheiden, welche Schlange ich wählen soll. Anfangs stehe ich an der, mit einem jungen Mann, bestimmt ein Auszubildender. Fahranfänger und Auszubildende haben bei mir immer gute Karten. Aber dieses mal dauerte es mir dann doch zu lange und ich stellte mich an eine Kasse daneben an. Die Frau, die eben noch vor mir stand folgte mir. "Das dauert bestimmt noch ein Weilchen dort drüben. Ich will auch noch mal in die Sonne." "Ja sieht so aus, als übt er noch ein bisschen", antwortete ich ihr. Eine ca 1,40 Meter große Frau mit Hütchen und Leggins schob sich zwischen mich und meinem Vordermann. Schob ihren Trolli demonstrativ neben sich und nuschelte mir zu: Ich habe nur was vergessen ich habe meinen Einkauf schon dort vorne liegen. Meine Nachfolgerin und ich guckten uns nur an. "Außerdem geht es mir nicht so gut. Ich leide so unter der Hitze!" (In dem Supermarkt herrschten ca 19° C!) "Es macht Euch doch nichts aus?" Aber wenn wir uns so vordrängeln wollten, dann wäre aber etwas los. "Na, Du hast ja auch nicht so viel!" stellte die alte Dame sachlich fest und blickte auf meine Flasche Gin in meiner Hand. Sie hatte längst ihren Einkauf aufs Band gelegt. "Aber natürlich lasse ich Dich auch vor!" bot sie großzügig an. Meine Nachfolgerin und ich guckten uns nur an und grinsten. "Nein, nein, machen sie mal ruhig."


Als sie dann dran war, schob sie noch das Obst, das sie schon an der Kasse deponiert hatte zu der Kassiererin. Damit hatte sie einen ansehnlichen Einkauf auf dem Fließband liegen. Die Frau hinter mir und ich waren uns einig, das werden wir demnächst auch so machen. Dann muss man nicht alles durch den Markt schleppen. Es ist halt alles eine Frage der Organisation und der entsprechenden lustigen Frechheit. Ich hoffe, ich werde im Alter genauso sein, immer mit einem frechen Grinsen im Gesicht...


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Freitag, 7. Juli 2017

Hortensien für die den Freitag, Stadtgeschichten

Hortensien aus dem Garten

Wie diese hübsche große Blüte heißt, ich habe keine Ahnung. Ich finde sie nur schön. Als ich gestern den Garten lange nach den Eltern verlassen habe, hatte ich diese Blüte im Korb. Nicht aus dem Vatergarten, denn dort stehen die Hortensien noch nicht in voller Blüte. Außerdem haben die Eltern rosafarbene und blaue Sträucher.


Erst dachte ich, dieser eine Stengel passt gut in die grüne Bodenvase, die ich vor langer Zeit einmal von dem Kerl empfohlen bekam. Aber da sah sie mir dann doch etwas zu fippsig aus. Es ist ja nicht so, dass ich keine Vasen hätte... die Nachbarin aus der Kolonie, hatte sich gerade mit ihrer Gartenschere über ihre Wicken hergemacht. Sie sagte, dass ihre Kletterpflanzen sehr viel üppiger wachsen, wenn sie diese beschneidet. Ob dem so ist, werde ich ganz genau beobachten. Jedenfalls habe ich sie um eine Blüte ihrer Hortensien gebeten. Den Fahrtwind auf meinem Fahrrad hat der dicken Blüte nichts ausgemacht. 


Stadtgeschichten

Ich war gestern mit dem Fahrrad unterwegs. eigentlich ist das ja nichts Neues, nur fahre ich nicht am Nachmittag durch Berlin Mitte. Der Verkehr ist um diese Zeit einfach kein Zuckerschlecken. Die Autos stehen in langen Schlangen an den Ampeln an und wenn sie Grün haben, rasen sie so schnell wie möglich zur nächsten roten Ampel. Als Radfahrerin kann ich oft an den frustrierten Fahrern vorbeiziehen. Das macht das Verhältnis zwischen Auto und Rad nicht besser. Die Straßen haben inzwischen einen richtig breiten Radweg, auf der Fahrbahn, mit weißen Strichen markiert. Blöderweise nutzen einige Transporter und Lieferanten den Radweg als Stellplatz. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als auf den Fahrdamm zu wechseln. Schließlich will ich ja auch mein Ziel erreichen. "Du blöde Kuh, kannst nicht den Radweg nutzen???" Ach der meinte mich! Ich trainiere wirklich, wie ich wohl über die parkenden Autos hüpfen kann. Klappt aber immer noch nicht. Netterweise schneidet der freundliche Autofahrer mich auch noch.


An der nächsten Ampel fahre ich an seinem Fahrzeug wieder vorbei und winke ihm freundlich zu. Nicht, dass das seine Laune sichtlich gehoben hätte. In Mitte sind sehr viele Radfahrer unterwegs. Manchmal erinnert die Innenstadt an Amsterdam. Nicht alle Radler halten sich an die Verkehrsregeln. An der nächsten großen Kreuzung steht eine Mausefalle. Lustig, die ist für Radfahrer. Die holen tatsächlich die über rot fahrenden Radler raus. Das Grinsen in den Gesichtern der Autofahrer ist nicht zu übersehen. Ich finde es auch richtig, viel zu leichtsinnig benehmen sich viele Radfahrer. "Ick hab dett doch eilig, der Kunde wartet uff seine Bestellung..." "Sie sind über Rot gefahren, das kostet..." "Ick hab keene Zeit!" Tja, keine Zeit kann auch mal das Leben kosten...


Mit einem Mal strampelt eine 7o Jährige an mir vorbei. In einem Tempo, da wird mir ganz schwindelig. Vorbildlich mit einem schicken Helm und Handschuhen. Richtig schnell ist die. Und das Bergauf. Ich habe schon einen Gang runter geschaltet, weil es so steil ist, aber die Dame sitzt völlig aufrecht und scheint auch keineswegs zu Schwitzen. Und dann sehe ich den Motor! So unauffällig wie nur irgendwas. Na, dann ist das ja kein Wunder. 


Jetzt überhole ich einen Papa, der ein lustiges Lastenfahrrad hat. Vorne in dem Vorbau sitzen gemütlich drei kleine Kinder, die alle einen Helm aufhaben. Sie treiben ihren Chauffeur ordentlich an, damit er bitte schneller fährt. Der lacht nur und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Kurz darauf das nächste Lastenrad. Wieder ein Papa, der seinen Sohn transportiert, allerdings schon um einiges älter. Dieser hat seine Schuhe ausgezogen und lässt die Füße über den Rand baumeln. Mehr sieht man übrigens auch nicht von dem jungen Mann. Die Unterhaltung der Beiden zerfließt im Fahrtwind und dem Straßenlärm.



Ich freue mich schon auf meine ruhigen Wege, die ich bald wieder nach Hause fahren werde. Denn die Stadt ist wirklich sehr laut. Mit einem mal, steht ein Radfahrer neben mir an der Ampel. Er hat sich langsam vorrollen lassen und grinst mich an. Kenne ich den? Als es grün wird, strampelt er los und verschwindet um die Ecke. Seltsame Typen sind hier unterwegs... Ich konzentriere mich wieder auf den Straßenverkehr. Wenn man hier nicht alle Sinne beisammen hat, kommt man schnell unter die Räder. Da vorne ist schon wieder eine Touristengruppe mit 40 Radlern, die alle "Hans Guck in die Luft" unterwegs sind. Das sind die Gefährlichsten. Ohne auf den Verkehr zu achten, rollen die durch die Stadt, kreuzen die Fahrbahn und sind völlig arglos. An denen muss ich schnell vorbei. In so einem Pulk stecke ich gar nicht gerne. 
Endlich komme ich auf meine ruhigen Wege und bin gleich zu Hause... Geht es bei dir auch so zu?


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