Donnerstag, 22. Juni 2017

Überraschung!!!

Den Monsterjungen überraschen...

Das war unser Plan. Er hatte keine Ahnung, dass wir ihn in seiner neuen Heimat besuchen werden. Schon morgens losgefahren, haben wir wie immer, wenn er ein Spiel hat, über Whatsapp Kontakt gehalten. So bleibt er einfach mal absolut ahnungslos. Nur ein Stau hielt uns etwas auf der Autobahn auf.


Aber nicht lange und wir waren in der Hansestadt gelandet. Berlin liegt zum Glück nur  knappe 230 km oder so entfernt. Also cirka 2  Stunden Fahrt, nicht länger, als wenn man mal durch die Stadt fährt, um ans andere Ende zu kommen und genügend Baustellen auf der Strecke liegen. Unsere erste Anlaufstelle war eine Pizzeria, die wir schon kannten und die wir außerordentlich gut finden. Die Pizzen haben die Größe eines Wagenrades.


Aber das Meer mussten wir auch noch kurz besuchen, bevor wir ins Stadion fuhren, um den Monsterjungen zu überraschen. Strahlend blauer Himmel, lud eigentlich zum Baden ein. Der Strand in Warnemünde, sieht so verlockend aus, dass ich mich wirklich zusammenreißen musste. Der Monstermann stellte sein Auto aber so gekonnt ab, dass wir wirklich nur einen kurzen Blick werfen konnten, bevor man ihm, (Gott sei Dank nicht!) das Auto abschleppt.


Hätten wir doch bloß mehr Zeit gehabt. Aber vielleicht dann am Abend. Vielleicht können wir uns noch eine nette Unterkunft suchen und einige Tage an der See bleiben. Selbst die freundliche Möwe auf dem Strandkorb, wollte uns den Weg in eine Pension zeigen. Später, kommen wir bestimmt zurück...


Das Monstermädchen hatte die hübsche Idee, ihrem Bruder eine Überraschung zu bereiten, indem wir uns passende T-Shirts drucken ließen. Die 47 ist dem Monsterjungen seine Spielernummer. Die schleppt er nun schon seit 4 Vereinen mit sich. Und fordert sie bei jedem neuen Verein ein. Für uns ist es damit einfach, ihn auf dem Spielfeld wieder zu finden.


Eine langjährige Freundin der Monsterkinder hat uns beleitet,  um den Monsterjungen zu überraschen. Seit Kindergartenzeiten kennen sich unsere Nachwuchskünstler schon. Wie Geschwister kommen sie sich in manchen Momenten  vor. 
Jetzt aber los, ins Leichtathletikstadion nach Rostock, zu den Rostock Griffins, sonst verpassen wir noch den Kickoff...
Die Cheerleader hüpften schon lustig vor sich hin, als unser Monsterjunge die Treppe ins Stadion herab lief. Ausstaffiert,  mit einem guten Helm und einem Shoulderpad, das ihn noch ein wenig breiter wirken lässt, als er in Wirklichkeit ist.


Erst hatte er uns gar nicht gesehen. Gemächlich lief er die Treppe hinab. Und dann traf sein Blick auf seine Monsterschwester. Ähh, was macht die denn hier? Und dann, sah er die Freundin und seine dämlich grinsenden Eltern... Ich dachte noch, dass wir ihn nur nicht aus der Konzentration bringen. Aber, da musste ich mir wirklich keine Sorgen machen. Er war voll bei der Sache.


Ich hätte gerne den Platz des Fotografen, in der ersten Reihe gehabt. Aber noch näher, bin ich mit meiner Kamera nicht gekommen. Aber mein Objektiv hat mir ein wenig Nähe verschafft. Nach einigen Jahren Football, verstehe ich die Regeln wesentlich besser. Aber noch immer, lerne ich etwas dazu. Spannend, war das Spiel allemal.


Der Junge spielt in der Defense. Er muss zusehen, dass die gegnerische Mannschaft nicht mit dem Ball Yards macht. Also, nicht über die 10 Yards hinaus kommt. Denn dann, ist wieder die Mannschaft des Monsterjungen dran. Mein "Kleiner", tut alles, damit sie den Ball wieder bekommen und Punkte machen können. Leider, hat die Offense der Griffens zu wenige Punkte gemacht. 






Mein Monster nimmt es auch mit den dicken O-Linern auf. Er schiebt sie mit einiger Kraft einfach über das Feld. Manchmal hebelt er die Gegner hoch. Ich weiß ehrlich nicht, wie er das macht. Nach dem Spiel, hat er jedenfalls eine Menge Blessuren. Diesmal ist ihm sogar einer der Gegner auf den Unterarm getreten, als er am Boden lag. Bestimmt ist es ein ordentlich dickes Hämatom geworden. 



Nach dem Spiel haben wir unseren Kleinen noch in eine Burger-Bude in Rostock eingeladen. Hungrig war er schon immer, diesmal ist ihm ein XXL Burger mit 26 cm Durchmesser zum Opfer gefallen. Doppelt Fleisch und eine Menge anderer Leckereien dazu. Müde und satt, lieferten wir ihn dann zu Hause ab. Und traurig, mit etwas Heimweh, ließ er uns wieder ziehen. Aber gefreut,   hat er sich sehr. Ganz bestimmt.

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Montag, 4. Juli 2016

Im Stadion, bei den Rebellen

Die Berliner Rebellen haben gestern die Hamburg Huskis im Mommsenstadion zu Gast gehabt. Wir waren da und haben uns das Spiel angesehen. Mein Monsterjunge spielt da nämlich mit. Er ist Linebacker und hat in den letzten Jahren versucht, ordentlich an Gewicht zuzunehmen. Mit Erfolg. Wie viele Spaghetti dazu beigetragen haben, kann ich nicht sagen. 


Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien ab und zu. Und es war nicht so warm. Mein Monsterjunge spielt ja lieber bei Regen. Die Shirts und Helme der Rebellen sind schwarz und wenn es richtig warm ist, dann kochen die Jungen schon mal vor sich hin. Es gibt noch eine Reihe anderer Gründe, warum mein Monster lieber im Regen spielt, die habe ich aber prombt wieder vergessen.


Das Regelwerk ist sehr umfangreich. Ich schaue nun schon eine Weile zu. aber alle Regeln habe ich noch nicht verinnerlicht. Fakt ist, das eiförmige Ding muss auf die andere Seite, am besten getragen werden. Kicken ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Anders als beim Fußball, wird der Ball nämlich mehr hin und her getragen oder geworfen. Die Schiedsrichter lassen nicht mit sich diskutieren. 


Und damit das nicht so einfach ist, gibt es die Gegner, die es verhindern wollen. Sie schmeißen sich mit vollem Körpereinsatz in die Beine des Ballträgers oder rumpeln die Beschützer an. Football ist nicht ungefährlich. Durch die vielen Kopfstöße, werden Depressionen, Alzheimer und Demenz ausgelöst, mal abgesehen, von den verschiedensten Knochenverletzungen. Das hält unseren Nachwuchskünstler aber nicht davon ab, diesen Sport zu betreiben. 


Seit Mitte der 1970 Jahre, wird Football in Deutschland gespielt. Amerikanische, in Deutschland stationierte Soldaten, haben in Frankfurt am Main, als die Frankfurter Löwen und in Düsseldorf als die Panthers, diesen Sport nach Deutschland gebracht. Inzwischen gibt es einige Teams in der Republik, die in Nord- und Südligen eingeteilt sind. Die Berliner Rebellen stehen in der Nordliga auf dem ersten Platz! 


Die Ausstattung der Spieler hat sich sehr verändert, seit den 70er. Die Helme schützen schon sehr viel besser und die Kleidung und Brustpanzer sind auch wesentlich verbessert worden. Nur in wenigen Geschäften bekommt man das Equipment. Die üblichen Läden verkaufen höchstens den Football oder die Caps der amerikanischen Vereine.


Wenn es dich interessiert, dann kannst du hier über das Spiel gestern nachlesen. Und hier ist die Tabelle der GFL zu finden. 

Frauke bietet einen Platz, zum sammeln von SchwarzWeißBlicke. Der Blick wird geschärft und die Bilder scheinen klarer. 

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