Dienstag, 17. Mai 2016

Der Heidelberger Platz...eine kleine Zeitreise

Diesmal bin ich am U-Bahnhof Heidelberger Platz. Der hat einen recht imposanten Eingang. Allerdings liegt der etwas versteckt. Nicht direkt an der großen Straße. Man muss an dem Heidelberger Platz, einem Minipark vorbei um zu dem Südlichen Eingang zu gelangen. Der Nördliche wurde bei der Verbreiterung der Mecklenburgischen Straße leider abgerissen. 


Die Bahnhöfe im Bezirk Wilmersdorf sind alle aus Stein gebaut. Damals 1913 war der Bezirk sehr wohlhabend. Da der U-Bahnhof die S-Bahn kreuzt, die hier auch schon ziemlich tief liegt (das nennt man wohl Einschnitt) wurde der Tunnel für die U-Bahn hier tiefer als üblich gebuddelt.


Aber lass uns erst einmal hinunter gehen. Die steinerne Treppe ist von einem hübschen Schmiedezaun eingefasst. Schade das es den anderen Eingang nicht mehr gibt, der war ganz sicher genauso schön..


Diesen Bahnhof durfte der Architekt Wilhelm Leitgebel entwerfen. Und der hat sich bei der Tiefe des Bahnhofs eine Kathedrale ausgedacht. Komm ich zeig dir wie das aussieht...


Am Treppenende gibt es eine große schmiedeeiserne Flügeltür. Ob die noch manchmal geschlossen wird? Dann kommt man in eine runde Vorhalle die allerdings eher kühl wirkt. Davon habe ich keine Bilder gemacht. Weiter geht es durch einen langen Tunnel zu den Bahnsteigen. 


Ein wenig abgenutzt schaut der Gang schon aus. Wilmersdorf scheint wie alle anderen Bezirke nicht mehr so viel Geld zu haben. (Allerdings ist das bestimmt auch Sache der BVG) Der Übergang zu den Bahnsteigen ist dann mal wieder ein echter Hingucker. Ein großes, gewölbtes Oberlicht. Die Wände unterhalb der Kuppel sind mit hübschen glitzernden Mosaiken bestückt. Wenn man nicht gerade zum Zug eilt und mal die Augen vom Smartphone nimmt, kann man auf diesem Bahnhof so manches entdecken


Die Decke der Bahnsteige wurde wie ein Kreuzgratgewölbe angelegt. An den Mittelsäulen sitzen an allen vier Ecken kleine Tiere. An jeder Säule ein Anderes. Da sind Hasen, Füchse, Fledermäuse... ich habe sie nicht fotografiert. Der Bahnhof hatte mir zu viele Säulen.


Auch von den Lampen bin ich begeistert. Ich liebe solche schönen Hängedinger. In meinem Zuhause würden die sich allerdings etwas riesig ausmachen. 


Die Linie 3 zählt zu den architektonisch am schönsten aussehenden Bahnhöfen. Wilmersdorf war damals eine aufstrebenden Stadt und legte großen Wert auf Besonderes. Die U-Bahn war das modernste Verkehrsmittel. Und damit du von der Pracht einen Einduck bekommst, habe ich die Bilder in einer Collage zusammengefasst. Der SchwarzWeißBlick gefällt mir zwar sehr, aber gerade bei diesem Bahnhof, sollte man auch die Pracht sehen.


Ich hoffe du hattest Spaß an meinem Ausflug, in die Vergangenheit. Bei Frauke findest du noch mehr SchwarzWeißBlicke. 
Andrea

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Dienstag, 10. Mai 2016

Schwarzweißblick auf berliner U-Bahnhöfe {II}






U-Bahnhof Dahlem Dorf

Auch dieser Bahnhof liegt in einer Senke. Also die Schienen, nicht die Empfangshalle. 1913 wurde dieser Bahnhof fertig gestellt und die Architekten Friedrich und Wilhelm Hennings, hatten die Aufgabe, den Bahnhof der ländlichen Umgebung anzupassen, so soll es der Kaiser Wilhelm II angeordnet haben. Denn gleich gegenüber liegt meine geliebte Domäne Dahlem, von der ich schon öfter erzählt habe.







Das Dach ist mit Reet gedeckt, wie es an den Küsten üblich ist. Tragischer Weise, ist der Bahnhof in den achtziger Jahren abgebrannt und erst nach langen Diskussionen wieder nach den alten Plänen aufgebaut worden. 2012 fing das Dach wieder Feuer und brannte ab. Jetzt ist das Dach mit Kunststoffreet gedeckt. Und wenn man es nicht weiß, merkst du es gar nicht. 


Komm wir gehen mal hinein. Als erstes staune ich über die hübsche Holzdecke. Ein geflügeltes Rad hängt direkt darunter. Ein Symbol für die Eisenbahn. 


Auf den schwarzweiß Bildern mutet auch dieser Bahnhof an, als würde ich eine Zeitreisen machen. In dem Vorraum befindet sich heute, wie fast auf jedem Bahnhof, eine Bäckerei. Damals waren da die Fahrkartenverkäufer untergebracht. Auf einem Schild gegenüber, habe ich die alten Fahrpreise entdeckt. 


Bis zum Alexanderplatz hat man in der 2. Klasse 30 Pfennige bezahlt und ist 33 Minuten unterwegs gewesen. Du hättest auch 3. Klasse fahren können, dann war es günstiger. 


Das Treppenhaus ist eher etwas langweilig. Und auch der Bahnsteig hat keine besonderen Highlights. Nur das Dach ist wieder ganz hübsch gemacht. 


In Erwartung auf den Zug, habe ich mal einen Blick vom Ende des Bahnsteigs geworfen. Da bekommt man glatt Urlaubsstimmung. 


Ich hoffe, dir hat meine kleine Zeitreise Spaß gemacht. Wenn du den Schwarzweißblick magst, findest du bei Frauke noch mehr. 

Andrea

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Dienstag, 3. Mai 2016

Schwarzweißblick auf Berliner U-Bahnhöfe

Heute nehme ich dich mal mit auf einen Berliner U-Bahnhof. Die Podbielskiallee ist nach dem preußischen General Victor von Podbielski benannt. Der U-Bahnhof ist im Jahr 1913 in Betrieb genommen worden. Er gehört zu der Linie 3, die den Wittenbergplatz mit der Krummen Lanke verbindet. 


Lass uns mal die Treppe hinunter gehen. Die Treppe spricht für viele Füße, die hier schon hinunter gegangen sind. Große Fenster lassen die Sonne Lichtspiele auf dem Boden zeigen. 


Allerdings kann man die U-Bahn hier kaum noch Untergrundbahn nennen, denn hier kommt die Bahn aus dem Untergrund hervor. 


Die U3 verbindet das Villenviertel Dahlem mit der City. Im Sommer bei gutem Wetter steht man auf dem Bahnhof recht angenehm. Im Winter und bei schlechtem Wetter ist es vielleicht trocken, aber eher weniger gemütlich.


Im zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof sehr stark zerstört. Man hat den Bahnhof und die Bahnsteige fast vollständig wieder hergerichtet. Allerdings hat man an einigen Stellen doch gespart, so wie an dem Dach des Bahnsteigs. Originale sollen die Betriebshäuschen sein und zwei Bänke.


Die Bilder in Schwarzweiß zu sehen, kommt mir vor, als würde ich eine Zeitreise machen. Die Berliner Bahnhöfe verleiten direkt dazu in die Vergangenheit zu reisen. Nur wenige sind "neu". Vielleicht nehme ich dich auf einige Alte und Neue mit. 
Andrea
Mehr SchwarzWeißBlicke gibt es bei Frauke

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