Samstagsplausch {12.17}


Hiermit erkläre ich den Samstagsplausch für eröffnet. Wie war denn bloß meine Woche? Lass mal nachdenken. Der letzte Sonntag ist schon wieder ewig her, habe ich das Gefühl. Meistens ist es ja eher umgekehrt, dass die Woche so schnell vorbei war. Ich habe diese Woche wieder mit dem Lauftraining angefangen und meinen Strickfreundinnen die Ohren vollgeheult, das ich meine Kilometer und Schrittgeschwindigkeit noch nicht wieder gefunden habe. (Wo ich die wohl verloren habe? Ich kann mich nicht erinnern.) Aber die Mädels waren so freundlich mich zu trösten und anzufeuern. Was dazu führte, das ich gestern am Freitag, trotzdem ich schon auf Arbeit 8 km gelaufen bin (dank Fitbit Armband recht gut nach zu vollziehen), noch eine große Runde joggen war, Ich knacke die 10 km schon noch. 
Meine Strickerei wächst auch. Meistens. Wenn ich sie nicht mal wieder auftrenne und dem Ribbelmonster freie Hand lasse. Es soll eine Raglanpasse werden. So wie man sie von den Norwegerpullis kennt. Zweimal habe ich es nun wieder aufgemacht. Aber jetzt scheine ich den richtigen Dreh heraus zu haben. 
Am Dienstag hatte ich eine Verabredung mit einer Kolleginfreundin. Auf meiner Arbeit, gibt es das tatsächlich, das die Kollegen so gut verstehen, dass man sieh auch noch nach der Arbeit trifft. Klappt nicht in vielen Betrieben. Wie sieht das bei dir aus? Ach ich weiß, es gibt hier auch einige Leser, die nicht mehr arbeiten. (Ich wollt ich wäre da auch schon angekommen) Jedenfalls war das ein sehr kurzweiliges und unterhaltsames Treffen. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung. 
Mit dem Monstermädchen habe ich "Die Schöne und das Biest" gesehen. Das Kino war brechend voll mit Frauen. Es war eine Abendvorstellung. Es herschte bis zum Filmbeginn ein reges Geschnatter. Als dann der Film anlief, hörte man nur noch leises gekicher und tütenrascheln. Ein netter Film, es wurde sehr viel gesungen, Eigentlich war es eine Wiederholung, des Zeichentrickfilms. Nix neues. 
Nun zu Dir! Erzähl mal, gibt es etwas Neues bei dir zu berichten?




Freitagsnarzissen und Geschichten aus der Stadt.

Narzissen

Diese Gelben Schönheiten, habe ich gerne zu Ostern um mich. Nur seit einiger Zeit, mache ich mir so meine Gedanken. Denn unser Katzentier kommt in der öfter zu dem Schluß, dass sie scheinbar nicht genug zu Fressen von uns bekommt. Sie knabbert die Tulpen und Narzissen an. In den verschiedenen Katzenforen, kann man immer wieder lesen, dass das so gar nicht gut ist, für einen Katzenmagen. Aber wie solche Unarten austreiben, wenn man sich mindestens 8 1/2 Stunden außerhalb seiner Wohnung aufhalten muss, um wieder schöne Blumen kaufen zu können.


Wir stellen die Vasen nun immer über Nacht (denn auch da habe ich keinen Blick für den Katzenkasper) auf den Balkon. Es ist ja im Moment nicht mehr so kalt. Und vielleicht halten sie dann etwas länger. (Weil die Katze sie nicht auffrist!) Wenn ich dann nach Hause komme und den Anblick genießen will, hole ich sie wieder herein. Ziemlich aufwendig, gell. Aber was will man machen.


Stadtgeschichten

Neulich in einem Kaffee. Meine Freundin war noch nicht da und ich war zu früh, aber das genieße ich auch manchmal. So konnte ich mich mal ein wenig umschauen. Am Tisch hinten in der Ecke, saß ein junger Mann. Während er sich geschickt eine Zigarette drehte, blickte er ununterbrochen in sein Handy. Ab und zu, wenn er einen Finger frei hatte, tippte er etwas darauf herum. Macht es Sinn in ein Café zu gehen und sich nur mit seinem Handy zu unterhalten? 
Am Tisch neben mir saß ein Pärchen. Sie hatte den Blick abgewandt und Er redete auf sie ein, während er ihre Hand hielt. Sie sah nicht sehr glücklich aus und mied seinen Blick. Was er ihr da zuflüsterte, machte mich neugierig.
An dem großen Tisch, nicht weit von meinem Platz, war ein Schild "Reserviert". Ein Pärchen kam in das Kaffee und steuerte direkt auf den großen Tisch zu. Sie setzten sich und schwups war die Kellnerin da. "Ditt iss aber ab Fuffzehn Uhr reserviert! Schaffen se ditt so schnell zu esssen?" "Klar, bringen sie uns nur schnell..." (was, habe ich vergessen) Aber die zwei waren wirklich schnell wieder aus dem Laden. Kaum waren die weg, tauchten die Reservierer auf. 5 ältere Damen, die das ganze Café unterhielten. Meine Herren, waren die laut. "Ilse, haste die eene beim Sport jesehn? Die mit den netten Herren an ihre Seite. Man die konnte aber watt..." 


Ich mochte aber gar nicht weiter zuhören, was die Tratschweiber sonst noch zu erzählen hatten. Die Kellnerin hatte jedenfalls ganz schön mit denen zu tun. Nachdem die Damen jede einen anderen Kaffee bestellt hatten, wollten sie nach und nach auch noch jede ein Stück Kuchen. "Och, der sieht aber Lecker aus. Davon bringense mir och een Stück Frollein." Die Arme, das die nicht böse geworden ist... Zum Glück kam dann doch noch meine Freundin und so habe ich mich einfach aus dem Cafébetrieb ausgeklinkt und das Treffen genossen. Gibt es bei dir auch so ein buntes Café? Wo die Tratschweiber auf die Hippster treffen?


Es waren auch Anzugträger unter den Gästen, ebenso wie die etwas müde aussehenden Studenten. An zwei Tischen wurde spanisch und an zwei anderen, englisch gesprochen. In meiner Stadt müsste ich eigentlich längst einen Fremdsprachenkurs belegt haben. Denn neben Arabisch und Türkisch, spricht man hier heute sehr viel Spanisch. Bislang bin ich allerdings drum herum gekommen. Mit Händen und Füßen und einem schlechten Englisch, kann ich mich durch meine Heimatstadt kämpfen. ✰


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Die gestrickte Wendemütze

Eine ist nicht genug

Oder, "Mama, das ist doch die falsche Farbe!" Oh man. Ich bin aber auch ein Dummerchen. Der Monsterjunge spielt bei den Rostock Griffins. Die haben Vereinsfarben, wie eigentlich jeder Verein. Warum gucke ich bitte schön nicht vorher? Da hatte ich nun den Salat, oder eine Mütze in den falschen Farben.


"Und wenn du gerade dabei bist, kannst du sie dann noch ein bisschen länger machen, damit ich sie dann so tragen kann?" Das Monster setzte die falsche Mütze auf und schob sie ziemlich weit nach hinten in den Nacken. "Studenten tragen ihre Mützen so..." Das hieß, der Mütze fehlten zu den richtigen Farben auch noch cirka 20 cm. "Ach und Streifen, wären auch schön!" "Aber die 47 soll auch wieder drauf?" "Klaro!"


Um die Wolle habe ich mir so gar keine Sorgen gemacht. Die Wollnerin in Schöneberg, färbt mir die Sockenwolle bestimmt in den Farben, wie der Herr Sohn es gerne haben möchte. Ich bin dann auch gleich am nächsten Tag dort hin geradelt. Na klar kann sie mir die Wolle in des Monsters gewünschten Farben liefern. Dauert ein paar Tage die Wolle zu färben, wenn sie trocken ist, dann meldet sie sich bei mir. Die Wollnerin versprach mir auch noch einmal im Internet nach den Vereinsfarben zu schauen und sie dann perfekt zu färben. Ich war gespannt.


Einige Tage später hatte ich die Stränge in den Händen und war wirklich verblüfft, wie genau sie den Ton getroffen hatte. Nun war ich gefordert. Angefangen habe ich an der Spitze der Mütze. Mit einem dreier Nadelspiel. An 5 Punkten regelmäßig zugenommen, bis ich die gewünschte Maschenzahl erreicht habe. Und immer hübsch im Kreis gestrickt. Ab und an ein paar Streifen dazu gegeben und einen Luftleeren Football gestrickt. So sah die Mütze aus, als ich zu den Abnahmen kam, die ich gegengleich zu den Zunahmen gestrickt habe.


Dann blieb noch den schlaffen Football ineinander zu schieben und fertig war die Wendemütze. Ja fast. Denn die 47 musste noch aufgestickt werden. Dazu habe ich wieder den Trick mit der Tafelkreide angewandt. Ich habe die 47 einfach auf die Seite gemalt, wo sie hin sollte und habe dann die Zahl mit dem Maschenstich aufgestickt.


Von der blauen Wolle habe ich 60 Gramm verbraucht und von der Orangen 40 Gramm. Da kann man tatsächlich noch etwas damit anfangen. 
Der Monsterjunge ist mit seiner Mütze ganz stolz davon gezogen. Sie ist ganz nach seinem Geschmack.

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Die Reise Beginnt


Jetzt ist es schon wieder eine Weile her, dass wir von unserer Reise zurück sind. Ich wollte dir doch ein paar Bilder zeigen. Doch bis ich so meine Fotos sortiert und bearbeitet habe, ist es bestimmt schon wieder so weit, in den Urlaub zu fahren. Unsere Reise führte uns erst an den Bodensee. Ich bin als Kind Jahr für Jahr an den See gefahren. Unser Blick, war genau der, den Karminchen gerade hat.


Ich liebe den See. Er macht mich immer etwas Sehnsüchtig. Wie die Schnüre an den Masten klappern und die Boote im Hafen schaukeln. Der Geruch des Sees und die Schwäne, die wieder an der selben Stelle ihr Nest bauen. Sie haben immer noch nicht dazu gelernt, denn der See bekommt bald Hochwasser und dann schwimmt ihnen das Nest wieder einmal davon.


Was ich noch nicht kannte, ist eine Skulpturenausstellung im Hafen von Wasserburg. Interessante Statuen und Bildnisse sind zu sehen. Ich hatte dann aber keine Lust mehr, mich damit auseinander zu setzen, denn der Regen vertrieb uns aus den Erinnerungen.


Auch Lindau gehört zu meinen Erinnerungen. Als Kinder haben wir uns manchmal auf gemacht und sind zu Fuß in die Stadt gelaufen. Immer am See entlang, soweit es ging. Zurück haben wir dann meistens das Schiffchen genommen. An heißen Sommertagen, haben wir dann ein riesiges Eis am Lindauer Hafen genossen, waren Postkarten kaufen und bummelten in der hübschen Altstadt.


Aber auch hier war es kalt und ungemütlich. So verzogen sich mein Kerl und ich in ein Restaurant am Hafen und schauten über den See. Wie der Wind an den Fahnen zerrte. Der Blick nach Bregenz war sehr verhangen und der Säntis hat sich gar nicht gezeigt. Als Kind waren wir immer zufrieden, ihn nicht zu sehen, denn dann konnten wir gutes Wetter erwarten. Allerdings hatten wir selten so schlechtes Wetter, wie der See sich in diesem Februar gezeigt hat. 
Am Nächsten Tag war es wieder so herrlich warm und wir konnten einen Narrensprung besuchen gehen. Ich habe so viele Bilder gemacht. die zeige ich dir ein anderes Mal. Ich hoffe, du bringst dann Leselust mit. ✰