Stadtgeschichten und Flieder zum Flowerday

Flieder aus dem Garten 

Der Vater hatte letztes Jahr fleißig den Flieder gestutzt. Einst war es ein großer stattlicher Baum. Aber, dem Vater gefiel das nicht mehr. Er kam an die Blüten, die er nach der Blüte abschneiden wollte, partout nicht mehr heran. Kurzer Hand nahm er die Säge und, ritsche ratsche war der Baum abgesägt. Nur noch einzelne Triebe lugten rechts und links am alten Stamm hervor. Ich war wiedermal sehr traurig, denn ich vermutete, dass es im nächsten Jahr keine Blüten geben wird.


Im Frühjahr dann, schoben sich noch mehr Triebe am Stamm hervor und wurden immer länger, gerade so, als wollten sie dem Vater die Zunge herausstrecken. Aber Blütenansätze sah ich nicht. Dann kam auch noch dieser Frost hinzu und ich gab es vollständig auf, einen einzigen Stengel zu ergattern.


Einige Zeit ging ich nicht in den Garten, es war mir einfach zu kalt und immer wieder ärgerte ich mich über die kurzgeschnittene Flora. Der Vater liebt es, keine Arbeit im Garten zu haben. was liegt da näher, als alles kurz, besser sehr kurz zu halten. Doch irgendwann, musste ich mal nach meinen Erdbeeren und Kräutern schauen, nicht dass die auch noch der Schere des Vaters zum Opfer fallen und staunte nicht schlecht, der Flieder blühte mit gewaltigen Blüten. Nicht viele, aber Zwei für die große Bodenvase vom Kerl waren doch drin...

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Holunderblütchen
Flieder gab es übrigens auch Hier, Hier und Hier

Stadtgeschichten

Vom Avonfrauenlauf und den ersten 10 Kilometer, die ich als Wettkampf lief

Eigentlich, bin ich nicht der Massenläufer. Ich laufe gerne alleine für mich durch den Wald, genieße die Ruhe und das zwitschern der Vögel. Marion und Claudia überredeten mich, doch an diesem einen Lauf teilzunehmen. "Das macht Spaß!" "Du wirst deine Freude daran haben!" "Ist zwar nicht der schönste Lauf, aber du wirst sehen..." Ich ließ mich doch tatsächlich überreden. Ein wenig bange war mir schon, vor diesen Massen an Frauen und Marion trug nicht unbedingt dazu bei. dass mir wohler wurde. Denn sie erzählte, dass die Frauen manchmal schon recht unfair sind und drängeln und schubsen. Außerdem, machten mir die 10 Kilometer noch ein wenig Sorge, denn meine Distanz sind üblicherweise max. 8 km. Die Zwei können einen schon überfordern. Auch deshalb, weil ich manchmal doch zwischendurch ein paar gegangene Minuten einschob.


Das mit dem Gehen, konnte ich mir abgewöhnen. Ich trabte dann etwas langsamer und schaffte es, tatsächlich durchzuhalten. Soweit so gut. Ich hatte die Kilometer auf Zehn erweitert und hielt es durch, nicht zu gehen. Meine Schwester bekam dann auch noch mit, dass ich beim Frauenlauf teilnehme, weshalb sie sich kurzerhand noch angemeldet hatte. Ein Wochenende lief ich noch mit ihr und einer anderen Freundin meine übliche Strecke durch den Grunewald. Das ging gerade mal so gut. (Ich konnte noch nicht durchhalten und die Beiden waren mir eine Nummer zu schnell). Aber nun war ich bereit. Da sagte Claudia ihren Lauf ab. Traurig, aber Marion wollte ja auch noch mitlaufen. Die Treffpunkte waren schon ausgemacht. Marion und ich haben uns beim Startnummernabholen noch getroffen und ein Käffchen genossen.


Der Samstag kam. Und Marion sagte auch noch ihren Lauf ab. Jetzt waren nur noch meine Schwester und ich übrig. Beide noch nie bei einer solchen Veranstaltung dabei gewesen. Wir sahen den anderen Läuferinnen zu, wie sie sich warm machten und versuchte auch uns ein wenig zu Dehnen und  zu Strecken. Der Start war mit Zeiten markiert, die man für 10 Kilometer brauchen könnte. Wir stellten uns in die passende Zone und standen prompt vor der Gymnastikbühne. Warm machen mit Anleitung. Ich habe mich diskret zurückgehalten. Dann wären meine 10 schon bei 5 km zu Ende gewesen. Aber mein Schwesterchen gab sich das Aufwärmen. Sah hübsch aus, wie alle in ihren korallefarbenen Hemden fast synchron mitturnten. Und dann ging es los. Wir verloren uns aus den Augen, die Schwester vorneweg. Ich versuchte meine Geschwindigkeit zu finden und wurde immer wieder aus dem Trab gebracht. Ausbremsen, ausweichen, überholen, überholt werden, die Sonne blendet, wieder ausweichen...


Ahh, ein Schild...8 KM jetzt ist es nicht mehr weit. Doch die letzten 2 zogen sich wie Kaugummi. Mir waren die Trommler am Rand zu laut, die Frauen, die immer wieder in den Weg liefen, zu anstrengend und doch war ich am Ende sehr glücklich über die Ziellinie gelaufen zu sein. Meine Schwester kam drei Minuten nach mir ins Ziel. Komisch eigentlich, weil sie doch vor mir lief. Aber sie hatte wohl nach mir geschaut und mich nicht gefunden. Trotz der großen Menschenmenge fanden wir aber wieder zusammen. Genauso haben wir unsere Freundin wiedergefunden, die schneller lief als wir Beide. Ich bin auf Platz 2058 und in meiner Altersklasse auf Platz 230.


Wenn du jetzt wissen willst, wie ich es fand, dann kann ich nur sagen: Irgendwie hat es doch Spaß gemacht. Und ich will es noch einmal versuchen. Vielleicht bei einem anderen Lauf über 10 km. Die Frauen kamen mir gar nicht so unfair vor. Sie wollten halt alle irgendwie ins Ziel. Würdest du dir so einen Lauf antun? Vielleicht sehe ich dich das nächste mal ...

Kommentare:

  1. Guten Morgen Andrea,

    die Heizung ist klasse, mir gefallen solche Heizkörper und und der Flieder mit den Flaschen dazu gefällt mir sehr gut.

    Flieder, den gibt es bei uns gar nicht mehr, aber wir Schwaben sind sowieso immer und überall die schnellsten :-))), auch im blühen. Spaß natürlich!

    10 Kilometer ist ansich nicht viel im Walken aber im Joggen durchzuhalten, das ist schon ganz schön anstrengend, aber ich brauch mir da keine Gedanken zu machen, denn ich kann mit meinen bei den kaputten Knien mit dem Knopelschaden nicht joggen, das ist nix.

    Antun, ein Wort das ich mag, denn entweder ich mache etwas mit Freude oder Spaß oder nicht, denn wenn ich beides nicht habe, dann tue ich mir das auch nicht an.

    War jetzt nicht böse gemeint.

    Ich wünsche dir einen wundervollen Tag und nach zwei Pötten Kaffee vom Besten und nach ein paar anderen Dingen, geht es mir inzwischen wieder gut. :-))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

    Lieben Guß Eva
    lass es dir gut gehen.
    Du bist eine taffe Frau

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  2. Liebe Andrea
    Ich ziehe vor allen den Hut welche an so einem Lauf mitmachen!!!! Das wäre gar nichts für mich..... Habe einfach zu kurze Beine :-)))))) also Gratulation meine liebe das du es geschafft hast!!!
    Dein Flieder ist zauberhaft..... Und ich würde die Schere des Vaters wohl irgendwo gut verstecken :-)
    Herzensgrüassli und Drückerli
    Yvonne

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  3. Flieder haben wir auch in vielen verschiedenen Farben von weiß, helllila bis dunkelviolett, aber ich bin überhaupt nicht dazu gekommen mir welchen zu schneiden...hm,na dann eben nächstes Jahr wieder;-)
    Das Du trotz allen Widrigkeiten gelaufen bist finde ich bewundernswert. Ich bin leider überhaupt kein Ausdauersporttyp, nicht im spazierengehen und schon gar nicht joggen, ich verkrampfe sofort,krieg Seitenstiche usw.dafür koche ich gut , alles kann man nun mal nicht haben.Liebe Grüße Petra

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  4. Das liest sich sehr leidend, das mit dem Fliederbaum und dein Frauenlauf.
    Am Schluss geht beides gut aus und das ist das schöne daran.
    L G Pia

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  5. Flieder .... wunderschön arrangiert. Gefällt mir gut so!
    Mit der Lauferei habe ich persönlich abgeschlossen (Meniskus) ... aber ich feuer gern meinen Schwiegersohn beim Marathon an!
    Liebe Grüße, Christa

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  6. Liebe Andrea,
    Sportlich, sportlich ...
    Für mich ist das nix, hüstel.
    Danke übrigens für den tollen Foto Tipp :-)
    Ich mag den Flieder und seinen Duft sehr gerne.
    Herzliche Grüße an Dich,
    Sabine

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  7. Respekt, ich setze auch beim nächsten Mal wieder aus ;-)
    Ich kann der Lauferei einfach nix abgewinnen ...
    Dein Flieder ist wunderwunderschön! Wie gut, dass doch noch zwei Stiele für dich übrig geblieben sind! Sie passen perfekt in die Bodenvase vom Kerl.
    Hab ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße ... Frauke

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  8. Flieder finde ich immer wieder aufs Neue schön, nur hält er leider bei mir nie lange. Respekt für Deine tolle Leistung beim Lauf. Nein, wir werden uns da nicht treffen. Das Laufgen hat in unserer Familie meine Generation übersprungen. Mein Vater ist begeisterter Läufer gewesen (mit über 80 schwingt er sich jetzt lieber aufs Rad) und von den Töchtern haben es auch zwei ganz stark mit dem Langstreckenlauf. Liebe Grüße
    Andrea

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  9. Liebe Andrea,
    ich ziehe den Hut vor dir,daß du teilgenommen und durchgehalten hast!
    Ich bin da völlig aus der Übung und habe noch nie an einem Marathon teilgenommen.
    Bei meinen Eltern werden es von Jahr zu Jahr immer weniger Fliederblüten....
    Schön,daß es für einen Strauß gereicht hat bei dir😊
    GGLG Kristin

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  10. ...bei dir blüht noch Flieder, liebe Andrea?
    der ist bei uns schon lange verblüht...schön sieht er aus und den duft habe ich auch noch in der Nase...
    so einen Lauf würde ich nicht machen, ich wandere oder walke, mehr nicht,

    liebe Grüße Birgitt

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  11. Herzlichen Glückwunsch! Toll, dass du es geschafft hast. Über die fünf Kilometer bin ich laufenderweise noch nie hinaus gekommen, daher wäre so ein Zehn-Kilometer-Lauf nichts für mich. Die gehe ich lieber gemütlich. :D

    Dein Flieder ist wunderschön! Ich hoffe, er bleibt dir ein Weilchen erhalten.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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  12. Schön, dass du doch noch etwas Flieder ergattern konntest. ich mag den ja auch sehr.
    Und ja, das mit dem Frauenlauf war echt richtig blöd. Ich hätte es aber nicht gepackt. Aber wir versuchen es nochmal gemiensam, ja?! Vielleicht zum SportScheck-Stadtlauf. Schaue dir den mal an. Den finde ich besser als den Frauenlauf. Und lass dich nicht verwirren. Da gibt es halbmarathon und 10 Kilometer!

    Gruß Marion

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  13. Der Flieder sind wunderschön aus in deinen Fotos. Ganz zauberhaft !
    Viele liebe Grüße, Synnöve

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Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein paar nette Worte da lasst. Dann macht das Fotografieren, lesen und stricken nochmal so viel Spaß.